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Zubau und Generalsanierung Feuerwehrhaus Kleinhöflein

Mit den noch immer in Funktion befindlichen Gebäudeteilen aus dem Jahr 1937 handelt es sich beim Feuerwehrhaus an der Kleinhöfleiner Hauptstraße um eines der ältesten noch immer in Gebrauch stehenden Feuerwehrhäuser im Burgenland.
 
Nach 83 Jahren ist das Feuerwehrhaus nun jedoch an seine bautechnischen, funktionalen und platzmäßigen Grenzen gekommen. Neben dem sanierungsbedürftigen Bestand aus dem Jahr 1937 platzt das Feuerwehrhaus aus allen Nähten und ist funktional den Anforderungen an das Feuerwehrwesen im 21. Jahrhundert nicht mehr gewachsen. Als Beispiel kann die im Bestand nicht vorhandene Damengarderobe genannt werden, welche bei 12 weiblichen Feuerwehrmitgliedern unabdingbar ist und nachträglich nur durch umfangreiches Improvisieren und große Einschränkungen im Betrieb umgesetzt werden konnte. Weiters befinden sich die Garderoben noch immer unerlaubterweise in direkter Verbindung mit den Fahrzeughallen und sind daher nur schwer zu beheizen. In den Wintermonaten können die Garderoben nur notdürftig bei 4-6°C frostfrei gehalten werden.
Ein klares Bekenntnis wurde seitens der Politik und der Feuerwehr zum derzeitigen Standort an der Kleinhöfleiner Hauptstraße abgegeben. Die Vorteile des derzeitigen Standortes liegen in den kurzen Anfahrtszeiten der Feuerwehrmitglieder im Einsatzfall und in der zentralen Lage im Dorfzentrum. Die große Zahl an vorhandenen Funktionen im Dorfzentrum (Volksschule, Martinshof, Musikerheim, Kaffeehaus, Feuerwehrhaus, Spielplatz, Kindergarten) erfüllt das Dorfzentrum mit Leben, sorgt für sozialen Austausch und eine funktionierende Dorfstruktur.
 
Im Zubau werden auf 270m² zwei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge mit den dazugehörigen Flächen für Wartung, Ausbildung und Lagerung geschaffen. Weiters werden im Zubau Garderoben und Sanitärräumlichkeiten errichtet und Möglichkeiten geschaffen, bei größeren Einsätzen bzw. Elementarereignissen eine Einsatzleitung einzurichten. Das Bestandsgebäude wird räumlich neu organisiert, so dass eine Damengarderobe mit den dazugehörigen Sanitärräumlichkeiten und ein multifunktional nutzbarer Raum für Ausbildung, Einsatznachbesprechung und Lageführung geschaffen werden kann.
 
Das vorhandene Obergeschoß, welches in seinem Kern ebenfalls aus dem Jahr 1937 stammt, muss aus statischen bzw. brandschutztechnischen Gründen abgebrochen werden und wird neu errichtet. Im Obergeschoß wird ein großer Besprechungs- und Schulungsraum mit dazugehörigen Nebenräumen errichtet, welcher auch von der Feuerwehrjugend genutzt werden wird.Seitens der Freistadt Eisenstadt werden rund 800.000€ investiert, wovon die Hälfte durch den Bund gefördert wird.
 
 
 
 

Umbauarbeiten TLF 1000

Da sich in den vergangenen 17 Jahren seit der Indienststellung unseres TLF 1000 das Anforderungsprofil an die Freiwillige Feuerwehr Kleinhöflein in vielen Punkten geändert hat, beschloss das neue Kommando unter OBI Johannes Steindl, dass Fahrzeug an die geänderten Anforderungen anzupassen.

Durch die im Einsatzgebiet befindlichen stark befahrenen Straßen, wie etwa der Mattersburgerstraße und der Spange Süd, war es notwendig, vermehrt Gerätschaften für technische Einsätze im Fahrzeug mitzuführen. So wurden im Zuge der Umbauarbeiten diverse Gerätschaften zum Absichern von Einsatzstellen auf Verkehrsflächen und Rangierroller im Fahrzeug verlastet. Um mit dem vorhandenen Platz im Fahrzeugaufbau effektiv umgehen zu können, wurde analysiert, welche Gerätschaften im Fahrzeug nicht mehr benötigt werden, um Platz für andere Ausrüstungsgegenstände zu schaffen.

Nach intensiven Planungen unter der Leitung von Gerätemeister BM Martin Wagner, wurden im Februar dieses Jahres die Umbauarbeiten am Fahrzeug in einer Bauzeit von 2 Wochen durch die Fa. Lohr Magirus in Kainbach bei Graz durchgeführt.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten vorgenommenen Änderungen an unserem Einsatzfahrzeug.

 

Mannschaftsraum:

Im Mannschaftsraum wurden Halterungen für die Warnwesten, welche bei Einsätzen auf Verkehrswegen getragen werden, vorgesehen. Unter der Sitzbank wurde das neu angekaufte 4fach- Flaschenzugsystem verlastet.

Weiters wurde die Beleuchtung im Mannschaftsraum gegen eine LED Beleuchtung getauscht, welche über einen beleuchteten Taster in der Decke des Mannschaftsraumes auch während der Fahrt eingeschalten werden kann, um das Ausrüsten während der Anfahrt zu erleichtern.

 

 

 

Geräteraum 1:

Im Geräteraum 1 wurden zwei neue Auszüge eingebaut, welche für eine bessere Erreichbarkeit der gehalterten Ausrüstungsgegenstände sorgen. Auf einem Auszug befinden sich alle vorhandenen Schanzwerkzeuge, sowie das neu angeschaffte „Halligan Tool“,  welches bei Einsätzen unter Atemschutz verwendet wird. Am zweiten neu eingebauten Auszug befindet sich die Motorkettensäge mit dem dazugehörigen Zubehör wie etwa Treibstoff und Schnittschutzhose, sowie diverse Absperr- und Hebemittel. Weiters wurden im Geräteraum 1  vier neu angekaufte Sicherungssets für Arbeiten mit Absturzgefahr verstaut.

 

Geräteraum 3:

Im Geräteraum 3 konnte durch das Entfernen der Saugschläuche und der dazugehörigen Armaturen viel zusätzlicher Platz geschaffen werden.  Die Umbauarbeiten am Geräteraum 3 orientierten sich weitestgehend an der Vorgehensweise beim Erstangriff bei Brandeinsätzen.  Um ein schnelles Arbeiten in der Erstphase des Einsatzes zu gewährleisten, wurde ein Schnellangriffsverteiler vorgesehen, welcher bequem durch eine Person ausgelegt werden kann. Ergänzend wurden 2 Schlauchtragekörbe mit „C42“ Schläuchen  und ein Schlauchpaket verlastet. Gerätschaften für den Atemschutztrupp, wie etwa Fluchtfiltermasken und Sicherungsleinensysteme ergänzen die Ausrüstung in diesem Geräteraum. Weiters wurden Verkehrsleitkegel und Mittel zum Auffangen und Unterbauen hier verstaut.

 

Geräteraum 2:

In diesem Geräteraum galt es, die Rangierroller, welche bei Verkehrsunfällen zum Einsatz kommen, unterzubringen. Hierfür wurde ein platzsparendes Halterungssystem für Feuerlöscher eingebaut. Der in die Jahre gekommene Stromgenerator wurde durch einen 13 kVA Stromerzeuger der Firma Endress ersetzt. Weiters wurden in diesem Geräteraum ein neuer Rettungsrucksack und Absicherungsleuchten verlastet.

 

Geräteraum 4:

In Geräteraum 4 wurde eine weitere Tauchpumpe untergebracht und die Anzahl der verlasteten Druckschläuche erhöht.

Fahrzeugheck:

Im Bereich des Pumpenbedienstandes wurden die Halterungen einiger wasserführender Armaturen getauscht, sowie eine zusätzliche Ebene unter der HD- Haspel vorgesehen, auf welcher zusätzliches Schlauchmaterial verstaut wurde.

 

Dach:

Am Fahrzeugdach wurde ein neu angekauftes Verbindungselement untergebracht, welches dafür verwendet werden kann, aus Steckleiterteilen eine Stehleiter zu bilden, was etwa bei Rettungen aus Tiefen in Verbindung mit dem Flaschenzug benötigt wird.

 

Fahrzeugbeleuchtung:

Im Zuge der Umbauarbeiten wurden die alten Beleuchtungsmittel der Geräteräume durch eine leistungsstarke LED Beleuchtung getauscht. Weiters wurde eine LED Umfeldbeleuchtung vorgesehen, welche ohne Stromerzeuger, direkt über die Fahrzeugbatterie betrieben werden kann.

 

Durch kluge Anordnung der einzelnen Einbauten konnte sowohl die Anzahl der verlasteten Gerätschaften, als auch die Übersichtlichkeit in den einzelnen Geräteräumen erhöht werden.